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Winston Churchill wird am 10. Mai 1940 zum Premierminister ernannt, obwohl er bei den eigenen konservativen Parteifreunden sehr unbeliebt ist. Die Lage gegenüber Nazideutschland ist bitter. Britische und Französische Truppen werden bei Dünkirchen eingeschlossen. Churchills schärfster politischer Gegner, Halifax will Friedensverhandlungen mit Nazideutschland.
Am 18. Juni 1940 hält dann Winston Churchill seine berühmte Rede im britischer Parlament, die die Nation zum Widerstand aufruft.
Ich muss gestehen, ich weiss nicht so recht wie ich DIE DUNKELSTE STUNDE einordnen soll.
Ich bin kein Brite. Mein Eindruck war, ich sehe hier auf eine Art einen versteckten Brexit‑Film, der die Nation auf harte Zeiten einschwört.
Großbritannien steht allein. Keiner kommt zu Hilfe, aber was immer kommen mag, man kämpft bis zum bitteren Ende, denn es geht um die Freiheit!
Churchill ist dabei ein selbstloser Mann, für den das Schicksal der eigenen Nation immer an erster Stelle steht.
In sehr vielen Kritiken in den USA und natürlich auch in Großbritannien wird Hauptdarsteller Gary Oldman als Churchill und auch der Film sehr gelobt.
Auch das sehe ich anders. DIE DUNKELSTE STUNDE ist eher mittelmäßig. Gary Oldman als Churchill ist okay, aber das ist keine überragende Darstellung.
Von der Machart her entspricht DIE DUNKELSTE STUNDE dem Film THE KING’S SPEECH - DIE REDE DES KÖNIGS aus dem Jahr 2010.
Im Mittelpunkt steht natürlich Winston Churchill, der uns mit seinen Schrullen und Schwächen als Mensch näher gebracht wird. Dafür dient dann auch Churchills neue Sekretärin, die ihren neuen Chef erst noch kennenlernen muss.
Mit den Ränkespielen in der konservativen Partei werden Briten hingegen mehr anfangen können als wir.
Die komischen Momente im Film mag manch einer lustig finden, ich fragte mich eher, was das soll, z.B. fragt Churchill in der U‑Bahn die Mitreisenden nach ihrer Meinung, aber ein jugendliches Publikum braucht so etwas wohl um aufmerksam zu bleiben.

Dario MarianellisDario Marianellis Musik wird sehr gelobt, aber auch hier bin ich eher gespaltener Meinung. Zusammen mit den Bildern verstärkte die Musik von Marianelli für mich eher eine Machart, die auf ein bisschen Kitsch und Naivität beim Publikum setzt. 

Naivität bedeutet hier, daß der Film wohl auch fehlenden Geschichtskenntnisse ersetzen soll.
Losgelöst von den Bildern ergibt sich bis auf das markante BBC Erkennungszeichen, das wir gleich hören werden, keine Verbindung zu den Geschehnissen im Film.
Vieles klingt mit tiefen Tönen sehr dramatisch. In manchen Tracks hört man im Rhythmus ein Drängen. Man spürt, dass man auf den Ausgang eines wichtigen Ereignisses wartet.
So gibt es drängende Blechbläser, die sich nach Signalklängen beim Militär anhören, um die Truppen zu sammeln. Mit Streichern und Pauken wird dann in „ We Must Prepare For Imminent Invasion“ zum Sammeln und Kampf aufgerufen. Beim Treffen von Churchill und dem damaligen König George VI. gibt es klassische Musik, sehr königlich und auch sehr passend.
Ja, losgelöst von den Bildern, klingt der Score von Dario Marianelli richtig gut.

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