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Das Gespräch mit Johnny Klimek wurde für einen Beitrag über Filmmusik in der Sendung "Tracks" bei ARTE, August 1999 von Siliva Kaiser geführt

Johnny KlimekSilvia Kaiser: Würde LOLA RENNT ein anderer Film mit einem anderen Score sein?

Johnny Klimek: Es würde ein anderer Film sein. Bei LOLA RENNT war auch der Regisseur Tom Twyker sehr bei der Musik involviert. Wir drei, Reinhald, Tom und ich haben die Gefühle sehr stark herausgearbeitet. Ich glaube, bei diesem Film ist es sehr wichtig, dass Tom an dem Score mitgearbeitet hat. Man hätte auch einen typischen Techno Soundtrack schreiben können, aber ich glaube nicht er hätte zu LOLA RENNT gepasst. Wir haben einen zeitlosen Soundtrack geschaffen, den man sich auch noch in 10 Jahren anhören kann, ohne gleich zu sagen: Techno, ach so!

S. Kaiser: LOLA RENNT hat viele Szenen, die an Musik Videos erinnern. Manchmal hat man das Gefühl, die Bilder illustrieren die Musik und umgekehrt. Wurde die Musik komponiert, bevor die Dreharbeiten am Film begonnen haben?

J. Klimek: Tom hat den Film in einem bestimmten Tempo geschnitten. Wir haben dazu die Musik geschrieben. Er hat den Film in einem Rhythmus geschnitten. So war es sehr einfach, dazu eine passende Musik zu schreiben. Wir wussten genau das Tempo der einzelnen Szenen. Das hat Tom alles vorher geplant

S. Kaiser: Wurde die Musik auch kontrapunktisch eingesetzt?

J. Klimek: Das ist ein echter musikalischer Begriff! Ich weiß nicht. Ich habe nie Musik studiert. Und für mich ist es interessant, das ich Erfolg habe ... Mein Partner in den Staaten könnte darauf Antwort geben. Ich habe nur die Musik geschrieben und das war's.

S. Kaiser: Inwieweit hat die Musik zum Erfolg des Films beigetragen?

J. Klimek: Ich glaube, der Erfolg lag an der Machart und den Darstellern des Films und an der Musik. Wir hatten den Song "Wish" als Single mit Thomas D. und Franka Potente, der vier Wochen vor dem Filmstart herauskam. Die Single war eine tolle Promotion. Das Video war super und hat die Energie ausgestrahlt, die im Film vorkam. Ja, die Musik war sehr wichtig. Viele haben die CD gekauft, bevor der Film herauskam und das sagt schon Einiges, unter anderem, das ich mir jetzt einen neuen Fernseher kaufen kann (lacht).

© Silvia Kaiser, 1999

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